Im Frühjahr 2024 habe ich nach einer längeren Motorradabstinenz beschlossen mir wieder ein neues Motorrad zu kaufen. Da ich die letzten Jahre wenig gefahren bin, wollte ich einerseits ein Motorrad mit günstigem Anschaffungswert, das in der Erhaltung nicht all zu teuer ist, andererseits soll es doch Spaß machen und ausreichend Leistung haben.
Die Auswahl
Und dann stand ich noch vor dem Problem, den richtigen Fahrzeugtyp zu finden. Für eine Rennmaschine bin ich schon etwas zu alt, ein neuer Sporttourer ist auch nicht so optimal, wenn man nicht einen Schildknappen dabei hat, der ihm aufhilft. Ein Roller geht gar nicht, das ist zwar lieb, aber kein Motorrad (auch wenn die Vespa Fans nun angepisst sind).
Meine Entscheidung ist deshalb auf einen Chopper gefallen. Der Chopper hat niedrige Sitzhöhe, einen guten Straßenkontakt und lässt sich mit dem langen Radstand gut fahren. Noch dazu eignet sich der Copper zum herumbasteln, auch wenn das in Zeiten von Typisierungsrichtlinien nicht mehr ganz so leicht ist.
Also doch ein Chopper…
Ich habe dann etwas recherchiert was zu meinen Anforderungen (knausriger Greis, der ab und zu mal durchs Weinviertel rodelt) passt. Harley Davidson ist trotz des Nimbus, ebenso wie Triumph und Indian aufgrund des Preises ausgeschieden. Die Honda Rebel wäre ja nicht übel gewesen, ist aber für meinen Zweck eine Kategorie zu groß. Letztendlich habe ich mich in die Kawasaki Vulcan S verliebt.
Die Kawasaki Vulcan S
Die Kawasaki ist im Vergleich zu anderen moderneren Bikes eher spartanisch in der Ausstattung. Zwar ist ABS vorhanden, aber keine Traktionskontrolle und auch keine Fahrmodi. Einfach gehalten, aber der 650er Motor hat eine lange Tradition. Auch am Bike selbst wurde schon jahrelang nichts mehr geändert – ausser die Farbe.
Von den technischen Daten nicht schlecht:
| Maximale Leistung | 44.7 kW {61 PS} / 7,500 /min |
| Maximales Drehmoment | 62.4 Nm {6.4 kgf•m} / 6,600 /min |
| CO2 Emissionen | 104 g/km |
| Kraftstoffverbrauch | 4.5 l/100 km |
| Übersetzung | 6-Gang |
Kawasaki gibt 4 Jahre Garantie, allerdings muss man die Services bei einer von Kawasaki autorisierten Werkstatt machen. Die Jahresservices sind nicht all zu teuer, die Werkstatt arbeitet gut und flott (Bike Factory Krems).
Am Motorrad habe ich mir noch ein Windschild (Puig) montieren und typisieren lassen. Das ist zwar ein behördlicher Spießrutenlauf, aber wenn man alle Unterlagen hat, dann ist das auch halb so wild. Obwohl die Montage des Windschild selbst problemlos gemacht werden kann, muss man es troßtdem in einer Fachwerkstätte machen und mit der Rechnung/Bestätigung bei der Behörde vortanzen.
Zwei fette Satteltaschen habe ich mir dann auch noch montiert. Satteltaschen sind eintragungsfrei und somit kein Problem. Dazu ein paar Stickers und Patches.
