Falsche Baustelle…

…oder die Sache mit der Verknüpfung.

Das habt ihr bestimmt auch schon erlebt. Ihr trainiert mit euren Hund verschiedene Kommandos, wie Sitz, Platz, Steh usw.

Ein Beispiel…
Ihr baut zum Beispiel die Übung „Sitz“ richtig auf und verwendet dazu ein bestimmtes Kommando, also „Sitz!“. Macht der Hund es richtig, wird er belohnt, macht er es nicht richtig, dann korrigiert. So lernt der Hund das Kommando immer genauer und exakter und es funktioniert perfekt.

Dann baut ihr ein neues Kommando auf. Als Beispiel die Übung „Platz“. Der Hund lernt beim Kommando Platz, dass er sich rasch hinzulegen hat. Auch das wird mehrmals geübt bis der Hund es perfekt kann.


Aber was ist eine Verknüpfung ?
Eine Verknüpfung ist eine etablierte Verbindung zwischen dem Kommando (Platz) und der auszuführenden Handlung (hinlegen). Zusätzlich gibt es aber noch eine weitere – nicht sichtbare und dem Hundeführer oftmals nicht bewusste Verknüpfung: Das Ausführen der Handlung und die danach positive Bestätigung für die richtige Ausführung. Somit hätten wir „Platz !“ – Hinlegen – Belohnung. Eine Übung besteht somit aus diesen drei wichtigen Elementen.

Fehler in der Programmierung…
Nun, und das hat schon jeder, der mit einem Hund trainiert, einmal beobachtet ist, dass der Hund, trotz gut funktionierenden Kommandos eine falsche Handlung setzt. Nicht nur schlampig, sondern tatsächlich falsch. Klassisches Beispiel ist, speziell bei Prüfungen, das Kommando Sitz, bei dem sich der Hund niederlegt. Was war das ? Es hat ja bisher immer geklappt ! Warum macht der Hund so etwas !

Die guten Tipps sind schnell parat.

  • Du musst den Hund besser motivieren
  • Versuche doch kleinschrittig zu belohnen
  • Das ist ein Rüde/Hündin/Rasse-xy, die sind halt so
  • Du musst an der Bindung arbeiten
  • Ein Tierheimhund ist als Sporthund nicht geeignet
  • Das Kommando muss laut gegeben werden
    uvm.

    Zugegeben. Das sind Tipps die teilweise stimmen können, aber nicht müssen. In vielen Fällen wird übersehen, dass der Hund manche Handlungen setzt, weil sie aus seiner Sicht, richtig sind.

Folgende Ursachen können zu Grunde liegen:

  • Der Ton des Kommandos klingt ähnlich des anderen Kommandos.
    Zum Beispiel kann Sitz und Platz aufgrund des Zischlauts am Ende bei schlechter Betonung für den Hund ähnlich klingen
  • Der Hundeführer ist bei der Prüfung aufgeregt und betont das Kommando falsch bzw. anders als im Training
  • Andere Bedingungen. Familie geht zur Prüfung mit auf den Platz, obwohl sie nie mitgeht, Hund bekommt neues Equipment, Es regnet und es wurde nie bei Schlechtwetter trainiert. Am Feld daneben wird gejagt.
  • Der Hund spürt die Anspannung des Hundeführers und ist selbst aufgeregt und damit unkonzentriert.

Und zuletzt auch noch…

  • Eine Überschneidung von Kommandos bzw. Korrekturen wo beides zutreffen kann.

    Beispiel: Meine Hündin Atari hat gelernt auf das Kommando „Skippy“ auf den Hinterbeinen zu sitzen und ein Männchen zu machen. Sie weiß, dass wenn sie es nicht sauber oder zu kurz macht, mit dem Kommando „besser“ korrigiert wird um es richtig zu wiederholen.
    Atari hat auch gelernt auf das Kommando „Kegel“ zu einem Kegel hinlaufen und nahe beim Kegel zu stehen. Ist der Abstand zu weit weg, verwende ich das Kommando „besser“ damit sie sich ganz nahe zum Kegel stellt.

    Heutige Übung bei mir im Garten: Ich schicke Atari mit „Voran“ Richtung Kegel. Auf mein Kommando Platz, das ich unmittelbar neben dem Kegel gegeben habe legt sie sich ca. 1 m vom Kegel entfernt nieder. Ich gebe das Kommando „Sitz !“, dann „Steh !“, dann „Platz!“ und zuletzt wieder „Sitz !“ – alles richtig und perfekt.

    Dann folgt das Kommando „Skippy !“. Sie macht ein Männchen, aber nur sehr kurz und schlampig. Nun folgt die Korrektur: „besser !“ Statt „Skippy“ zu wiederholen geht sie zwei Schritte retour und stellt sich knapp und vollkommen korrekt neben den Kegel.
    Fairerweise müsste ich Atari nun belohnen, da sie nach besten Wissen und Gewissen dem Kommando nachgekommen ist. Würde ich aber nun den am Kegel stehenden Hund belohnen, verknüpft sie die „Skippy“ Übung, die Kacke war, auch damit mit.

    Korrigiere ich das nochmals, dann ist der Hund verunsichert und kennt sich im schlimmsten Fall mit „besser !“ überhaupt nicht mehr aus, was noch größere Probleme mit sich bringt.

    Der eigentliche Fehler liegt bei mir. Ich wollte einige Übungen kombinieren, hatte aber den Trainingsaufbau schlecht abgeschätzt, so dass es zu Überschneidungen gekommen ist.
    Der richtige Ansatz ist dann Atari mit „Hier !“ zu mir zu rufen und wenn sie richtig vorsitzt zu belohnen.

Was lernen wir daraus ?
Fazit: Hunde sind keine Computer, die ein Programm immer gleich wiederholen. Sie sind Lebewesen und es spielen sehr viele – uns oft unsichtbare Faktoren – eine Rolle. Macht der Hund eine Übung nicht korrekt und ist schon etwas überfordert und unkonzentriert, soll das Training mit einer sogenannten „Baby Übung“ beendet werden. Das ist eine Übung die der Hund perfekt kann. Diese Übung wird dann freudig bestätigt um Frustration zu verhindern.

Individualdistanz

„Die Individualdistanz ist der persönliche Wohlfühlradius um ein Lebewesen (Mensch oder Tier), der von anderen nicht unterschritten werden sollte, um Stress, Angst oder Aggression zu vermeiden. Sie ist eine unsichtbare Grenze, variiert je nach Art, Individuum, Situation und Erfahrung und dient dem Schutz vor Bedrohung.“

Sie ist die Distanz zu Artgenossen, die ohne Flucht- oder Angriffsreaktion geduldet wird. Ein zu nahes Herantreten (besonders bei Fremdhunden) kann dazu führen, dass der Hund durch Knurren oder Schnappen seine Distanz einfordert.

Liegt Vertrauen oder sogar Zuneigung vor kann die Individualdistanz im Vergleich zu fremden, unbekannten Individuen auch weit unterschritten werden. Die Einhaltung der erforderlichen Individualdistanz ist eine Sache des Respekts. Das gilt genauso für Menschen als auch für Hunde.

Was würdest Du sagen, wenn jemand auf Dich zukommt, Face2Face im Abstand einer Nasenlänge vor Dir steht, Dir in die Augen blickt und Dich sabbernd blöd volllabert ? Oder noch besser, er nimmt Dich dabei an der Hand oder streichelt Dir über die Schulter ? Deine Reaktion wäre im freundlichsten Fall eine harsche Zurückweisung in weiterer Folge eine schallende Ohrfeige, ein Tritt in die Eier oder ein Schlag mit der Faust ins Gesicht.

Genau so ist das bei unseren Hunden. Diese haben auch ein Recht auf ihre Individualdistanz. Sie zeigen die Unterschreitung bzw. das unwohl sein durch ihre Calming Signals.
Dazu gehört das Beschwichtigen, das Knurren, das Schnappen aus Zurechtweisung und in letzter Konsequenz das Beschädigungsbeissen.


Ein Beispiel für dieses Thema ist mein heutiger Vorfall:

Ich gehe mit Atari (angeleint) die Hauptstraße entlang, hinter einem Zaun eine Hündin, die heraus bellt. Ich gehe mit Atari, die schon sehr aufgeregt war weiter und – schwupps! – löst der Hund eine Latte am Zaun und startet auf Atari zu um mit ihr zu spielen. Zugegeben, es war nicht böse gemeint, allerdings wurde die Individualdistanz vom fremden Hund massiv unterschritten, was dazu führte dass Atari von der Beschwichtigung bis zum Drohen das volle Programm abspielte. Die fremde Hündin hatte das aber noch immer nicht kapiert und startete pausenlos auf meine Hündin zu. Ich hatte jede Menge zu tun die beiden auseinander zu halten und blockierte meinen Hund mit der Leine und die fremde Hündin. Daneben stand die Besitzerin hilflos herum und rief immer nur „Was soll ich machen ?“ „Bitte nehmen Sie ihren Hund !“ Der Hund hörte selbstverständlich nicht auf den Rückruf, und meine Malinoishündin erreichte bald Defcon1, also die totale Eskalation. Letztendlich gelang es der Besitzerin ihre Hündin zu sichern und in den Garten zu bringen. Atari entspannte gleich und wir gingen weiter unseres Weges.

Warum ist das so wichtig…

So ein Vorfall ist aus folgender Sicht mehr als ungut.

1.) Mein Hund lernt mit drohen und schnappen Situationen zu lösen und wird dieses Verhalten in Zukunft möglicher Weise öfters zeigen.
2.) Der andere Hund hat gelernt, dass der Zaun ihn nicht aufhält und wird dieses Verhalten ebenfalls häufiger zeigen.
3.) Ein Hund kann den anderen massiv verletzen.
4.) In solchen Situationen kann es passieren, dass man vom fremden Hund gebissen wird
5.) Und es kann auch passieren, dass man vom eigenen Hund gebissen wird (Ersatzhandlung durch Frustration)

Tipps

Daher folgende Tipps für unbelehrbare Hundehalter:

1.) Dein Hund ist kein Engel, lustiger Clown oder kleiner Spaßvogel, der alles darf. Natürlich darf er Kontakt zu anderen Hunden aufnehmen. Dazu gibt es eine Hundezone, oder man lädt befreundete Hunde zu sich in den Garten ein, falls möglich.
2.) Es muss nicht jeder Hund mit jedem Hund spielen müssen.
3.) Der andere Hund hat Recht auf Respekt und Individualdistanz. Auch der Hundeführer des anderen Hundes hat dieses Recht und muss sich und seinen Hund nicht von freilaufenden, fremden Hunden belästigen lassen.
4.) Wenn man unfähig und ignorant ist einen Hund zu verwahren bzw. zu führen, sollte man sich lieber keinen Hund nehmen. Meerschweinchen und Goldfische können in so einen Fall eine gute Alternative sein und viel Freude bereiten.

Ich hoffe ich konnte euch vermitteln, was Individualdistanz bedeutet, und welche Probleme bei Unterschreitung entstehen können.

Der belgische Schäferhund

Der belgische Schäferhund ist eine im 19.Jahrhundert entstandene Hunderasse, welche aus vier Typen (Schlägen) besteht. Gemeinsam haben diese Hunde ein sehr hohes Maß an Arbeitsfreude. Sie haben einen leichten Körperbau und eine Widerristhöhe von

  • Rüde:
    62cm -2cm +4cm / 25–35 kg
  • Hündin:
    58cm -2 +4cm / 20–25 kg

Es werden dabei folgende Typen unterschieden:

  • Groenendael, langhaarig, schwarz (1)
  • Tervueren, langhaarig, rotbraun (fauve), schwarz gewolkt, schwarze Maske (2)
  • Malinois (Mechelaar), kurzhaarig, rotbraun (fauve), schwarze Maske (3)
  • Laekenois, rauhaarig, rotbraun (fauve), schwarz gewolkt (4)

Die Rasse wird von der FCI mit der Standardnummer 15 in Gruppe 1, Sektion 1 geführt.

Quelle: Wikipedia

Neben der ursprünglichen Beschäftigung des Schafe hütens wird der „Belgier“ gerne im Hundesport bzw. als Diensthund für Militär und Polizei geführt.

Meine Meinung…

Wichtig dabei ist die richtige Auslastung. Das erste Gebot dabei ist „Nicht zu wenig aber auch nicht zu viel“. Die Hunde sind hibbelig und bei schlechter Sozialisierung neigen sie zum Schnappen. Bei mangelnder Auslastung neigt der Hund schnell zu Frustration und Zerstörungswut. Daher ist es erforderlich Ruhe, Impulskontrolle und Frustrationstoleranz bereits im Welpenalter zu trainieren.
Die Führung muss liebevoll, aber auch konsequent sein. Bedenke, dass dieser Hund alles recht machen will und vorauseilenden Gehorsam hat !

Was ist ein Clicker ?

Da es immer wieder Diskussionen zum Thema Clicker gibt, möchte ich dazu einen kurzen Überblick und eine Empfehlung geben.

Clickertraining basiert auf der klassischen Konditionierung nach Iwan Pawlow, bei der ein neutrales Geräusch (Click) durch ständige Wiederholung mit einer Belohnung (Futter) verknüpft wird. Der Click wird zum Signal für Erfolg, wodurch das Tier lernt, erwünschtes Verhalten zu zeigen, um eine Belohnung zu erhalten. Es ist eine präzise Form der positiven Verstärkung.

Aufbau

Am Anfang fängt der Hund mit dem Click nichts an. Er steht dem Clicker neutral, eventuell auch neugierig und im schlimmsten Fall sogar ängstlich gegenüber. Die erste Übung ist den Clicker „schmackhaft“ zu machen, also ihn mit der eigentlichen Belohnung (Leckerli) zu verknüpfen.

Dazu braucht man eine große Anzahl an kleinen Leckerlies und eine ruhige, ablenkungsfreie Umgebung.

Übung 1: der Hund sitzt neben Dir, sieht er Dich an – Click und Leckerli. Du kannst das Ganze auch mit einem Kommando verknüpfen, z.b. den Hundenamen oder „Schau“. Sieht der Hund Dich an – Click und Leckerli.
Sinn der Übung: Aufmerksamkeit, Verknüpfen des Clickers mit der Belohnung

Übung 2:
– Variante 1: Der Hund geht an der Leine neben Dir und schnüffelt. Du sprichst ihn an. Er blickt Dich an – Click und Leckerli.
– Variante 2: Der Hund geht neben Dir an der Leine. Du sprichts ihn nicht an, er blickt Dich an – Click und Leckerli.
Sinn der Übung: Konditionieren der Kontaktaufnahme zu Hundeführer, Leinenführigkeit

Übung 3:
Du rufst den frei laufenden Hund mit Namen und „Hier“ zu Dir (z.b. „Atari Hier !“). Der Hund kommt zu Dir und steht/sitzt usw. bei Dir – Click und Leckerli.

In weiterer Folge kannst Du erweitertes Gehorsamkeitstraining und deren Kommandos über diesen Weg aufbauen. Wichtig ist, dass der Hund versteht was er machen soll und der Click zeitnahe erfolgt.

Markerwort

Statt des Clickers kann natürlich auch ein Markerwort verwendet werden, wie z.b. „Fein !“,“Jawohl!“ oder „Super !“ Dieses Argument wird von den Gegnern des Clickertrainings oft angeführt und es ist richtig, dass es den Clicker ersetzen kann. Ich verwende das Markerwort zusätzlich zum Clicker. Mehr davon im nächsten Abschnitt.

Markerwort vs. Clicker

Der Vorteil des Markerworts ist, dass man keinen Clicker braucht und die Hände frei hat. Das war es aber schon.
Bei der Verwendung des Markerworts ist folgendes zu beachten:

  • Es muss immer das gleiche Markerwort verwendet werden.
  • Die Stimme/Stimmlage soll immer gleich sein
  • Das Markerwort muss genauso wie der Click zeitnah erfolgen

Im Gegensatz zum Markerwort bietet der Clicker viele Vorteile:

  • Der Click ist immer gleich und und vom Ton her neutral
  • Ich kann ein Markerwort/Lob aus zusätzliche dritte Ebene im Training einführen. Wenn die Übung aus mehreren Abschnitten besteht, kann ich das Markerwort als „Zwischenergebnis“ verwenden. Am Ende, wenn alles soweit passt, dann der Clicker. Click und Leckerli.
  • Verwende ich nur das Markerwort, fehlt mir diese Ebene.

Empfehlung

Ich war lange kein Freund des Clickers. Speziell wenn mehrer Hunde am Platz in der Gruppe trainieren ist der Clicker mehr hinderlich als nützlich, da ständig herumgeclickert wird. Sind nur wenige Hunde am Platz und der Platz entsprechend groß ist das kein Problem.

Im Privatbereich habe ich allerdings den Clicker zu schätzen gelernt. Er ist ein ideales Hilfsmittel, wenn Positionen trainiert werden, bei denen es auf Exaktheit ankommt. Auch beim Trainingsaufbau und beim sog. „Shaping“ ist der Clicker sinnvoll.

Hat man einen Pöbelix an der Leine ist er aber mehr umständlich als nützlich, da der Hund dann auf den Clicker nicht mehr reagieren wird, weil die Konfrontation/Gefahr mit den anderen Hund einen höheren Stellenwert als der Clicker hat. Da kann das sogar kontraproduktiv wirken, speziell dann wenn zu spät oder falsch bestätigt wird. Es wird dann das falsche Verhalten des Hundes sogar konditioniert und das im schlimmsten Fall mit fatalen Folgen.

Man soll den Clicker daher nur dort verwenden, wo man in der Lage ist ihn richtig einzusetzen. Dort ist er aber ein sinnvolles Werkzeug für das Training !

(c)MMayrhofer/Spaß beim Hundessport

Meine Vulcan S

Im Frühjahr 2024 habe ich nach einer längeren Motorradabstinenz beschlossen mir wieder ein neues Motorrad zu kaufen. Da ich die letzten Jahre wenig gefahren bin, wollte ich einerseits ein Motorrad mit günstigem Anschaffungswert, das in der Erhaltung nicht all zu teuer ist, andererseits soll es doch Spaß machen und ausreichend Leistung haben.

Die Auswahl

Und dann stand ich noch vor dem Problem, den richtigen Fahrzeugtyp zu finden. Für eine Rennmaschine bin ich schon etwas zu alt, ein neuer Sporttourer ist auch nicht so optimal, wenn man nicht einen Schildknappen dabei hat, der ihm aufhilft. Ein Roller geht gar nicht, das ist zwar lieb, aber kein Motorrad (auch wenn die Vespa Fans nun angepisst sind).

Meine Entscheidung ist deshalb auf einen Chopper gefallen. Der Chopper hat niedrige Sitzhöhe, einen guten Straßenkontakt und lässt sich mit dem langen Radstand gut fahren. Noch dazu eignet sich der Copper zum herumbasteln, auch wenn das in Zeiten von Typisierungsrichtlinien nicht mehr ganz so leicht ist.

Also doch ein Chopper…

Ich habe dann etwas recherchiert was zu meinen Anforderungen (knausriger Greis, der ab und zu mal durchs Weinviertel rodelt) passt. Harley Davidson ist trotz des Nimbus, ebenso wie Triumph und Indian aufgrund des Preises ausgeschieden. Die Honda Rebel wäre ja nicht übel gewesen, ist aber für meinen Zweck eine Kategorie zu groß. Letztendlich habe ich mich in die Kawasaki Vulcan S verliebt.

Die Kawasaki Vulcan S

Die Kawasaki ist im Vergleich zu anderen moderneren Bikes eher spartanisch in der Ausstattung. Zwar ist ABS vorhanden, aber keine Traktionskontrolle und auch keine Fahrmodi. Einfach gehalten, aber der 650er Motor hat eine lange Tradition. Auch am Bike selbst wurde schon jahrelang nichts mehr geändert – ausser die Farbe.

Von den technischen Daten nicht schlecht:

Maximale Leistung44.7 kW {61 PS} / 7,500 /min
Maximales Drehmoment62.4 Nm {6.4 kgf•m} / 6,600 /min
CO2 Emissionen104 g/km
Kraftstoffverbrauch4.5 l/100 km
Übersetzung6-Gang

Kawasaki gibt 4 Jahre Garantie, allerdings muss man die Services bei einer von Kawasaki autorisierten Werkstatt machen. Die Jahresservices sind nicht all zu teuer, die Werkstatt arbeitet gut und flott (Bike Factory Krems).

Am Motorrad habe ich mir noch ein Windschild (Puig) montieren und typisieren lassen. Das ist zwar ein behördlicher Spießrutenlauf, aber wenn man alle Unterlagen hat, dann ist das auch halb so wild. Obwohl die Montage des Windschild selbst problemlos gemacht werden kann, muss man es troßtdem in einer Fachwerkstätte machen und mit der Rechnung/Bestätigung bei der Behörde vortanzen.

Zwei fette Satteltaschen habe ich mir dann auch noch montiert. Satteltaschen sind eintragungsfrei und somit kein Problem. Dazu ein paar Stickers und Patches.

Kawasaki Vulcan S